Gefühle sind der Schlüssel zu unserem inneren Erleben, unserer Selbstwahrnehmung und der Art, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Sie beeinflussen unser Handeln, unsere Beziehungen und unsere Entscheidungen – bewusst oder unbewusst. Doch wie können wir sie greifbar machen? Wie schaffen wir es, unsere emotionale Landschaft besser zu verstehen und dabei sogar noch Freude am Entdecken zu haben?

Genau hier setzt das Therapiematerial „Ich fühl das“ an – eine liebevoll gestaltete kleine Kiste voller Möglichkeiten, die Emotionen spielerisch zu erkunden und in ihrer Tiefe zu begreifen.

Was ist „Ich fühl das“?

 

„Ich fühl das“ ist weit mehr als nur ein Spiel. Es ist ein umfassendes Werkzeug für Therapeut:innen, Pädagog:innen, SupervisorInnen,  Coaches die gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen die Welt der Gefühle erforschen wollen.

 

Die Kiste enthält eine Vielzahl an Materialien, die darauf ausgelegt sind, auf unterschiedliche Weise mit Emotionen zu arbeiten:

 

  • Karten, die verschiedene Gefühle symbolisieren und benennen – Freude, Traurigkeit, Ärger, Hoffnung, Angst …  um nur einige zu nennen.
  • Visualisierungselemente für die Lebenslinie, mit denen emotionale Phasen wie Wachstums- oder Hoffnungsmomente, Momente der Hoffnung, Trauer und Freude aber auch Dankbarkeit sichtbar gemacht werden können.
  • Skalen für Belastung und Kognitionsstimmigkeit – die sogenannte SUD-Skala (Subjektive Einheit der Belastung) und die VOC-Skala (Validity of Cognition), um Stresslevel und den Grad der Überzeugung eigener Gedanken zu bewerten.

 

Spielerische Entdeckungsreise: Emotionen verstehen und begreifen

 

Das Besondere an „Ich fühl das“ ist die spielerische Herangehensweise. Gefühle können oft schwer in Worte gefasst werden. Durch die kreative Nutzung der Materialien wird dieser Prozess leichter.

 

Es gibt unzählige Anwendungsmöglichkeiten:

 

  • Erforschung der eigenen Gefühlswelt in Bezug auf verschiedene Lebensbereiche wie Familie, Freunde, Schule, Arbeit oder Glaube.
  • Reflexion von wichtigen Lebensereignissen auf der Lebenslinie – wann war ich besonders glücklich? Wann habe ich einen Moment des Wachstums erlebt? Welche Phasen waren herausfordernd, und wie habe ich sie gemeistert?
  • Skalierung von Belastungen und Stimmigkeit von Gedanken, um innere Konflikte sichtbarer zu machen und sie in der Therapie gezielt anzugehen.

Neue Erkenntnisse bei jeder Anwendung

 

Jede Sitzung mit „Ich fühl das“ ist einzigartig. Die Gefühlswelt eines Menschen ist komplex und in ständiger Bewegung. Das macht jede Begegnung mit dem Material zu einem neuen Erlebnis – voller überraschender Einsichten und tieferer Selbstwahrnehmung.

 

Ein weiterer großer Vorteil: Der eigenen Kreativität und therapeutischen Intuition sind keine Grenzen gesetzt. „Ich fühl das“ bietet unendliche Möglichkeiten, Emotionen greifbar und verständlich zu machen.

Dankbarkeit und Zusammenarbeit

 

Ich freue mich unglaublich über die Zusammenarbeit mit dem KIKT Verlag und insbesondere mit Gabriele Meyer-Enders, die maßgeblich zur Entstehung dieses wunderbaren Materials beigetragen hat. Es ist eine große Freude, ein solch wertvolles Werkzeug in der Hand zu halten und zu sehen, wie es Menschen dabei hilft, ihre innere Welt besser zu verstehen

Ein wertvoller Begleiter für Therapie und Diagnostik. Ein großer Dank auch an Uliana Roth, für das tolle Umsetzen des Designs.

 

Ich bin begeistert.

 

Es gibt Abschiede, die tief ins Herz schneiden. Heute schreibe ich diesen Blogbeitrag mit schwerem Herzen und voller Dankbarkeit, denn meine liebe Wilma, mein treuer Therapiehund und jahrelange Begleiterin, ist über den Regenbogen gegangen.

15 Jahre lang war Wilma an meiner Seite – nicht nur in meinem privaten Leben, sondern vor allem auch in meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie war weit mehr als nur ein Therapiehund. Sie war ein Herzöffner, ein Seelentröster, eine Mutmacherin und für viele junge Menschen ein stiller Freund, der in schweren Momenten da war, ohne etwas zu verlangen

 

Wilma hatte die besondere Gabe, Menschen zu spüren – ihre Sorgen, Ängste, aber auch ihre Freude. Mit ihrer sanften, geduldigen Art baute sie Brücken, die Worte oft nicht schaffen konnten.

  • Sie hat Ängste genommen, indem sie einfach präsent war.
  • Sie hat Mutproben begleitet und Kinder in Situationen gestärkt, in denen sie sich sonst vielleicht nicht getraut hätten.
  • Sie hat Traurigkeit gemildert, indem sie sich einfach still an die Seite eines Kindes legte, das Trost brauchte.
  • Und sie hat immer wieder Freude und Lachen in den Raum gebracht – mit ihrer verspielten, liebenswerten Art.

 

Viele der Kinder und Jugendlichen, die mit Wilma gearbeitet haben, sind durch diese Begegnungen gewachsen. Sie wurden selbstbewusster, mutiger und haben Vertrauen in sich selbst und die Welt gefasst.

 

Nun durfte Wilma gehen, und der Verlust ist groß. Doch inmitten der Trauer empfinde ich eine tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die gemeinsamen Jahre, für all die Momente, in denen sie nicht nur den Kindern und Jugendlichen, sondern auch mir selbst so viel gegeben hat.

 

Wilma war ein Geschenk. Sie hat mir gezeigt, was es bedeutet, wirklich präsent zu sein, mitfühlend und geduldig. Sie hat unzählige Herzen berührt und wird in den Erinnerungen all jener weiterleben, die das Glück hatten, sie kennenzulernen.

 

Liebe Wilma, wir werden dich nie vergessen. Dein sanfter Blick, deine tapfere, treue Seele bleiben für immer in unseren Herzen.

 

Du hast Spuren hinterlassen – in mir, in den Kindern und Jugendlichen, die du begleitet hast, und in allen, die dich kannten. Deine Mission, Mut und Trost zu spenden, ist erfüllt, aber deine Wirkung wird weiterleben.

 

Wir lassen dich in Liebe los und wissen, dass du nun an einem Ort bist, an dem du frei und glücklich bist. Vielleicht wartest du dort auf uns – und bis dahin tragen wir dich in Gedanken und in unseren Herzen.

 

In tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit.

 

Für immer in unseren Herzen, liebe Wilma.

Es ist mehr als an der Zeit unseren Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben.

Wir Kinder haben von Anfang an unser Bestes gegeben, wir sind nicht mehr in die Schule und den Kindergarten gegangen, wir haben alleine gelernt und uns alleine beschäftigt, wir haben unsere Freunde nicht mehr gesehen, wir haben auf unsere Hobbys verzichtet, wir haben auf Klassenfahrten und Schulfeiern verzichtet, kein Laternenumzug, keine feierliche Konfirmation, kein Tanzkurs, kein Skifahren, keine Abschlussfeiern, kein Ausprobieren auf den Partys, u.s.w.
Das kann man auch mal machen aus Rücksicht zu den Erwachsen, unseren Großeltern, Eltern, Lehrern, Politikern….Das war Ok für uns.
Es war nicht immer einfach, es hat uns viel abverlangt. Im Lauf der Zeit sind wir jedoch immer mehr versumpft. Trotzdem machen wir immer noch mit, wir testen uns, wir tragen Maske den ganzen Tag.

Wir halten die Erwachsenen aus, die mit den Pandemiethemen und eigenen Gefühlen und Irrsinn beschäftigt sind, den Druck die Unbeständigkeit, Orientierungslosigkeit in Schule, Kindergarten und Familien also überall.
Ist das alles noch nicht genug? Was soll dieses 2G von heute auf morgen bewirken? Wir dürfen uns jetzt nicht mehr mit allen Freunden treffen? Warum müssen wir uns zwischen unseren Freunden entscheiden? Das zerreißt und spaltet uns innerlich und unsere Clique – zumindest, die die nach fast 2 Jahren noch übrig sind.
Wann übernehmen die Erwachsenen endlich die volle Verantwortung?

Wir, Christa Geier und Stephanie Strauß, Psychotherapeutinnen aus Gunzenhausen starten einen Hilferuf. Nicht nur die Intensivstationen sind überlastet.
Sollen jetzt alle Kinder und Jugendlichen pathologisiert werden? Unsere Kinder brauchen dringend wieder ihre gesunden, natürlichen Lebensräume, in denen sie sich entfalten, ausprobieren und normal entwickeln können. Das kann auch eine Therapie nicht ersetzen. Unsere Kinder brauchen Erwachsene die Ihnen Orientierung geben.
Aber was passiert gerade?
Die erste Welle der Pandemie war ein Schock, Luft anhalten, Augen zu und durch. Dann Augen zu und weiter so, weil niemand hinschauen wollte. Wir leben weiter und tun so als ob damit alles überstanden wäre. Keine Auseinandersetzung, was braucht wer wirklich und kann hilfreich sein, ohne den Kindern den Lebensraum und die Lebendigkeit zu nehmen.
Zweite Welle: wieder sind wir überrascht. Und was ist die Lösung? Noch mehr vom Gleichen, noch mehr Leben anhalten um dann versuchen sich vorzumachen, die Kontrolle und vermeintliche Sicherheit zu bekommen.
Dritte Welle: das Gleiche und es klappt wieder nicht. Es führt uns nicht raus, die Welt bleibt ein unsicherer Ort. Immer noch sind wir nicht bereit, uns mit den wichtigen Fragen auseinanderzusetzen.
Noch mehr vom Gleichen ohne Rücksicht auf Verluste. Wir sind gefangen in der Angstspirale. Der Preis, den wir bezahlen, kann nicht mehr übersehen werden. Es werden die Auswirkungen der Maßnahmen deutlich, Ängste werden größer anstatt weniger, die Spaltung der Gesellschaft und die Risse in Beziehungen sind unübersehbar. Die psychischen Erkrankungen steigen. Wir alle zahlen langfristig einen hohen Preis. Schlimm ist jedoch, die Kinder zahlen den größten Preis obwohl sie das geringste Risiko darstellen. Noch nie habe ich so viele zum Teil lebensbedrohliche Zustände gesehen wie im letzten Jahr. Welche Leben wollen wir retten?
Dann war Wahlkampf, Kinder und Jugendliche sind nicht wahlberechtigt, haben also wieder keine Stimme. Außerdem, kein Politiker kann in diesen Zeiten riskieren, sich zu reflektieren.
Vierte Welle: Trotz fundierter, neuer wissenschaftlicher Untersuchungen, trotz effektiver medizinischer Fortschritte und Erkenntnisse und Erfahrungen wieder nur der gleiche einseitige Maßnahmenkatalog, anstatt sich den dahinterliegenden Missständen anzunehmen, die die Pandemie uns überdeutlich aufzeigt. Warum wollen wir Erwachsenen keine Verantwortung übernehmen?
Die Psychotherapie wird es nicht lösen. Wir sind keine Reparaturwerkstatt für gesellschaftliche Missstände.
Was wollen wir unseren Kindern auf ihrem Lebensweg wirklich mitgeben?
Versteckt euch, haltet den Atem an, habt Angst, schützt euch, seid vorsichtig, haltet Abstand , das Internet reicht als Lebensraum, bewegt euch nur in euren virtuellen Bubbles, reale Kontakte sind überbewertet, nehmt alles ungeprüft hin, grenzt aus, bleibt zu Hause.
Oder: probiert euch aus, macht Fehler, seid kreativ, übt das miteinander, hinterfragt die Regeln, setzt euch unvoreingenommen auseinander, seid offen für andere , trefft euch in realen sozialen Räumen, die niemanden ausschließen und ohne Filter, entdeckt die Welt, bereitet euch auf die Herausforderungen der Zukunft vor.

All das kann euch kein Erwachsener bieten, wir können nur begleiten und die Räume dafür schaffen. Auch die virtuelle Welt ist kein Ersatz für das Leben.
Ein „weiter so“ der Kontaktbeschränkungen, Bildungsverhinderungen und Einschränkung der Lebensräume wären ein Verbrechen an unseren nachkommenden Generationen, die zukünftig die Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen sollen.

Wir müssen mutig sein und dürfen uns nicht von unserer Angst beherrschen lassen.

 

Eigentlich war es nicht geplant in Gunzenhausen eine Praxis zu eröffnen…

aber da der Bedarf vor 10 Jahren im Landkreis hoch und es von vielen Kooperationsstellen gewünscht war, kam es zur Praxisgründung.

Heute, nach 10 Jahren, weiß ich es war eine gute Entscheidung dem Ruf zu folgen…

Ich hätte vor 10 Jahren nicht gedacht was sich alles entwickeln würde. Am meisten freut es mich 1.600 Kinder, junge Menschen und Familien begleitet haben zu dürfen. Ich freue mich darüber dies mit einem tollen Team und verlässlichen Kooperationspartnern tun zu können.

Ich freue mich auch über die Möglichkeit Ausbildungspraxis zu sein und somit Erfahrungen weiter geben zu können. Um wissenschaftlich am Ball zu bleiben gibt es eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten und Hochschulen. Durch das Angebot der Supervision mit verschiedenen Berufsgruppen bin ich immer wieder neu herausgefordert, was mich bereichert und inspiriert.

Besonders freue ich mich über die Möglichkeit regional mit dem Hospizverein eine Weiterbildung anbieten zu können und meinen fachlichen Schwerpunkt der Traumatherapie.

Gelernt habe ich in den letzten 10 Jahren, dass es immer wieder wichtig ist eine Balance zu haben zwischen Arbeit, Liebe, Hoffnung und Kreativität.

Ich bin sehr gespannt auf alle weiteren Herausforderungen!

Life will bring you pain all by itself. Your responsibility is to create joy.

„Das Leben wird dir von selbst Schmerz bringen. Deine Verantwortung ist es, Freude zu schaffen.“

Milton H. Erickson

 

Das wünsche ich mir.